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Rom
Die
Römer, die seinerzeit uns, wie den nahen Osten
beherrschten betrachteten den Körper des Verstorbenen
als 'res religiosa', also als religiöse Sache.
Die Römer aber werden in unserem Kulturkreis als
heidnisch betrachtet. Der Umgang mit dem Körper
des Verstorbenen war für die Römer aber eine von
großem Respekt geprägte Angelegenheit. Insofern
können die Römer durchaus als Vorbild dienen,
wenn es darum geht die Ehre der Toten zu achten.
Bei den Römern war nach dem Zeugnis des Cicero
und des Plinius die Erdbestattung zuerst allgemeine
Sitte. Die Feuerbestattung kam auch auf, aber
wegen des großen Aufwandes an Luxus der dabei
getrieben wurde, nur bei den Reichen.
Von den Römern wie andern Völkern weiß man, dass
sie den Toten prunkvolle Gräber bauten (sogenannte
Grabhäuser), sie im Grab mit kostbarem Schmuck
und leckeren Speisen versorgten und auch sonst
alles taten, um den Verstorbenen das Leben im
Jenseits möglichst angenehm zu gestalten.
Um
mehr über die Bestattungskultur der alten Römer
zu erfahren, empfiehlt sich ein Besuch im römisch-germanischen
Museum in Köln.
Die Glasfront des Erdgeschosses ermöglicht schon
dem Außenstehenden den Blick auf das römische
Mosaik mit Szenen aus der Welt des Dionysos (um
220/230 n. Chr.) und den rekonstruierten Grabbau
des Legionärs Poblicius (um 40 n. Chr.). Der Hauptteil
der Sammlungen wird im weitläufigen Obergeschoß
gezeigt, das in der Art römischer Häuser um einen
Innenhof angelegt ist. Die Funde aus der Urgeschichte
stammen aus der Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit,
aus der Bronze- wie aus der Eisenzeit und reichen
von ca. 100.000 bis in das 1.Jh.v.Chr. Die Objekte
stammen aus Köln, dem Rheinland sowie von ausgewählten
europäischen Fundplätzen. Von besonderem Rang
sind Tongefäße der Bronze- und Eisenzeit. Grabfunde
aus dem freien Germanien der römischen Kaiserzeit
schließen sich an.
Nicht
nur das heidnische Rom, auch die Christen prägten
eine ganz besondere Bestattungskultur. Entlang
der Via Appia befanden sich die Katakomben, in
denen die Christen Ihre letzte Ruhe fanden.
Es handelt sich dabei um unterirdische Grabnischen,
die hauptsächlich entlang der Konsularstraßen
ausgegraben wurden.
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